Weil vor wenigen Jahren die freiwilligen Feuerwehren von Brook, Elmenhorst und Kalkhorst fusionierten, gab es Freitag Jubiläen im Doppelpack. Die Initialzündung zur Gründung der Brooker Feuerwehr liegt 111 Jahre zurück. Damals, im Herbst 1897, schlug der Blitz in die prall gefüllte Scheune des Guts Brook ein. Zwar gab es eine Handdruckspritze, aber kein Wasser. Ernte und Scheune gingen verloren.
Seit 1938 können Elmenhorster und Brooker, seit 1948 auch die Kalkhorster besser schlafen. Die Kameradinnen und Kameraden sind allzeit bereit. „Aber die Arbeit hat sich verändert“, so Gemeindewehrführer Rainer Oppor zu den Festgästen, „denn früher rückten wir zu Scheunenbränden aus, heute leider zu oft zu schweren Verkehrsunfällen“.
Das griff Pastorin Kirsten Hoffmann-Busch in ihrem Grußwort auf. Sie bot sich den ehrenamtlichen Einsatzkräften als begleitende Gesprächspartnerin an, wenn es mal wieder richtig hart werde und ein Notfall-Seelsorger gebraucht wird: „Ruft mich an, wenn Ihr wollt, ich fahr auch mit Euch raus!“ Was die Anwesenden mit herzlichem Applaus quittierten. Ähnlich laut wurde es, nachdem Hans-Joachim und Henning Scheibler von der Elmenhorst-Scheibler KG ans Rednerpult getreten waren. Sie wünschten den Blauröcken „Glück und Segen“ und dankten im Namen der Familie für Geleistetes. Sie überreichten ein Bild, Blumen und unerwartete 2100 Euro für die 1994 gegründete Jugendwehr. Bürgermeister Dietrich Neick dankte Veteranen und Aktiven für gute Zusammenarbeit und ihren Einsatz, der weit über das Helfen hinausginge: „Die Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil des gemeindlichen Lebens“, so Neick, der auch 1000 Euro als Geschenk mitbrachte.
Bürgermeister und die Wehrführer Rainer Oppor sowie Falko Wulf nahmen Ehrungen und Beförderungen vor. Heike Müller wurde zur Feuerwehrfrau, Kathleen Borck zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Seit Freitag dürfen sich Christoph Grebien, Sven Kähler, Pierre Langbein und Rene Mascher Oberfeuerwehrmann nennen. Zum Hauptlöschmeister wurde Mathias Schoof ernannt. Für 25 Jahre im Dienst wurde Gabriele Eisenhuth das Silberne Feuerwehrabzeichen verliehen.
Maik Schröter von der Firma „P.M.S.“ und Gerd-Jan Burger vom Norica Milchhof wurden für ihre Bereitschaft, freiwillige Feuerwehrleute zu beschäftigen und sie für ihre Einsätze freizustellen, zu „Partnern der Feuerwehr“ ernannt. BELUGA POST (Quelle: Ostseezeitung)
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